303 See Other fordert den Client auf, eine andere Ressource, die im Location-Header angegeben ist, mit GET (oder HEAD) abzurufen. Der Code besagt nicht, dass die ursprüngliche Ressource umgezogen ist; er verweist auf eine separate Ressource, die die Antwort enthält.
Hauptsächlich wird er für das Post/Redirect/Get-Muster genutzt. Nachdem ein Formular per POST abgesendet wurde, antwortet der Server mit 303 und der URL einer Bestätigungsseite, und der Browser lädt diese Seite per GET. Ein Neuladen oder ein Klick auf „Zurück“ sendet das Formular dann nicht erneut ab. Beim Folgen einer 303 wechseln Browser bei jeder Methode außer HEAD zu GET und verwerfen den Body der Anfrage.
Eine 303 ist standardmäßig nicht cachebar. Als Antwort auf ein GET kann eine 303 auch bedeuten, dass der Server selbst keine Repräsentation des angefragten Gegenstands hat, ihn aber unter einer anderen URL beschreibt. Dieses Muster wird bei Linked Data verwendet.
Beispielantwort
HTTP/1.1 303 See Other
Date: Fri, 06 Nov 2026 10:15:32 GMT
Location: /orders/8412/confirmation
Content-Length: 0 SEO und Weiterleitungsprüfung
Google behandelt 303 als temporäre Weiterleitung: Die ursprüngliche URL bleibt meist indexiert, und das Ziel erhält nur ein schwaches Kanonisierungssignal. Das passt zum Zweck des Codes, denn Ziele einer 303 sind meist Ergebnis- oder Bestätigungsseiten und keine Inhalte, die ranken sollen. Verwenden Sie 303 nicht für dauerhafte Seitenumzüge, sondern 301 oder 308. Eine Weiterleitungsprüfung mit der Methode POST zeigt, wie die Anfrage an einem 303-Hop zu einem GET wird.
Häufige Ursachen und Einsatzzwecke
- Post/Redirect/Get: Ein Formular-Handler leitet nach einem
POSTauf eine „Danke“- oder Bestellseite weiter. - Eine API nimmt einen Job an und verweist den Client auf eine separate Ressource mit dem Ergebnis.
- Linked Data: Eine URI, die einen realen Gegenstand bezeichnet, leitet auf ein Dokument weiter, das ihn beschreibt.